| Die klassische
Variante dieses Kunstevents beginnt in einem guten Restaurant mit kulinarischen
Genüssen. Dabei bieten sich viele Gelegenheiten für Diskussionen
und Kontakte unter den Teilnehmern.
Danach gehts zum kreativen Teil
des Col-Seminars. Die Teilnehmer werden von Francine van Gogh,einer Nachfahrin
von Vincent van Gogh, in die Geheimnisse der Malerei eingeweiht. Unter
kundiger Anleitung gehen die Teilnehmer dann selber ans Werk.
Das Mal-Happening wird von Arthur
Höner-vanGogh am Klavier mit auf dasThema abgestimmter Musik untermalt.
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Die Szene: Ein Dutzend Leute in Zweiergrüppchen,
vertieft über sechs mit weissem Papier bespannte Tische gebeugt, bekleidet
mit weissen Schürzen, bewaffnet mit Pinsel und Farbe. Die Mienen verraten
höchste Konzentration, aber auch befreiendes, gelöstes Schaffen.
"Halt, hier beginnt meine Fläche!"
Ein mit blauer Farbe triefender und ungewollt im Rhythmus der im Hintergrund
ertönenden Piano-Variationen kleckernder Pinsel schiebt ziemlich unwirsch
einen dunkelrot getränkten zur Seite. Auf dem Blatt, in der bis anhin
unberührten Zone, zieht sich ein langer, rot-violett-blauer Strich
über das blütenweisse Papier.
Ein kurzes Zucken des Angegriffenen,
zwei verdutzte Gesichter, das eine verlegen ängstlich, das andere
leicht wütend - dann erlösendes Lachen. "Komm wir machen einen
Regenbogen daraus!"
Solche und ähnliche Szenen sind
nicht aussergewöhnlich an einem "Col"-Seminar.
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